Developing Waterways

Developing Waterways

Katharina Hagena
Developing Waterways
Das Meer als sprachbildendes Element im
Ulysses von James Joyce

Reihe: Neue Studien zur Anglistik und Amerikanistik. Bd. 70,
hg. von Willi Erzgräber und Paul Goetsch
Peter Lang, Frankfurt am Main 1996.

Klappentext

"Ich würde gern mal was Kleines übers Meer schreiben", hat James Joyce gegen Ende seines Lebens einmal gesagt. Längst hatte er zu diesem Zeitpunkt mit dem Ulysses nicht nur den wichtigsten Roman des zwanzigsten Jahrhunderts vorgelegt, sondern auch ein Buch, das sich bei genauerem Hinsehen von der ersten bis zur letzten Seite als meerdurchrauscht und sturmumtost entpuppt. Im Ulysses erzählt Joyce einen Tag im Leben des Annoncenverkäufers Leopold Bloom, der sich auf eine Irrfahrt durch die Straßen und Kneipen Dublins begibt. Während das Wasser dabei auf der ersten Seite lediglich in einer Rasierschüssel schwappt, brandet schon bald Brecher um Brecher an, taumeln hungerschwere Möwen durch den Himmel, tanzen Sirenen in Seidenstrümpfen, spinnen Vollmatrosen Seemannsgarn, steigen, wirbeln, toben Sintfluten, Maelströme, Wasserhosen; kurz: Joyce zelebriert "die skrotumzusammenziehende See" und zwar mit allem, was dazugehört.